Mit ‘Hamburg’ getaggte Beiträge

Warum immer mir so etwas passiert liegt auf der Hand: ich kann es einfach nicht lassen. Und manx muss schon fragen um dumme Antworten zu ernten.

Ich lebe in der Diaspora für Mülltonnen. In einigen Gebieten der Hansestadt vegetieren sie in  Minorität. Diese Gegenden sind leicht zu lokalisieren: violette Plastiksäcke lümmeln zu Hauf um Bäume, Verteilerkästen und Straßenschilder.
Graue 60l Tonnen fristen hier nur  ein einsames Dasein  in dunklen Ecken von Küchen und Fluren jeder Wohnbox.
Auf Deutsch: aus Platzmangel steht die Tonne in Deiner Wohnung und Du stellst die Säcke an die Straße. Inkl. Abfuhr kostet jeder Sack so um die zwei €, ist also praktisch etwas  Ähnliches wie ein 2 Euro Schein aus Plastik. Nennt sich Müllgebühr, wird vom Vermieter bezahlt, was für den Mieter bedeutet, dass er eine Rolle,  ich habe die Säcke nie gezählt, für ein halbes Jahr zugeteilt bekommt. Damit kommt man hin. Durch Mülltrennung fällt eher weniger an, zumindest bei mir.
Dummerweise weist jede Halbjahresrolle aber einen Defekt auf. Mal fehlt das Verschlußband, ein anderes Mal ist eben jenes Plastikbändchen so mit dem Sack verklebt, dass das Lösen Löcher reißt. Das Bändchen benötige ich aber erst, wie der Name schon asoziiertt, zum Verschluß.
Der Mangel der letzten Rolle waren Löcher. Klitzekleine Löchlein. Ich habe alle drei Tage die stinkende Tonne gereinigt und einen neuen Sack eingesteckt in der Hoffnung der nächste Sack sei heil. Die getropften Fährten im Hausflur bewiesen, dass meine Nachbarn das Problem teilten.

Ahnst Du, Leser, schon was kommt? Genau, es wird maxig!

Heute erhielt ich den Rückruf der Stadtreinigung: die neuen Säcke würden nächste Woche geliefert. Von meiner Beschwerde war ihm nix bekannt und er kann ja nicht einfach diese spezielle Währung ohne Anweisung verschenken.
Nach einem  weiterem Anruf, der Nennung des Aktenzeichens und achtminütiger Recherche der Mitarbeiterin, im folgenden „Tusse“ genannt, verkündete Tusse mir stolz und noch enorm freundlich, dass die Stadtreinigung die Säcke 1:1 austauschen würde. Ich jauchzte vor Lachen und bat um Aufklärung wie das gehen solle. Ob ich die halbvvollen Säcke ein halbes Jahr auf dem Balkon lagern solle. Völlig befreit behauptete sie, dass man das doch vorher sehen würde. Da kam ich ins Straucheln: einerseits fehlte mir vor Lachen der Atem, aber ich musste dringend reagieren. „Entschuldigung, aber sie sehen doch auch vorher nicht, ob ein Präservativ ein Loch hat!“
Vollkommen verschissen hatte ich bei Tusse aber erst, weil ich auf ihre pikierte Antwort: „Damit habe ich keine Erfahrung!“ nachhakte: „Sind Sie katholisch?“

Nein, Tusse hat mir nicht weitergeholfen. Aber ein Kollege wird mich die Tage zurückrufen. Auch ihm wünsche ich:

DON´T PANIC

Werbeanzeigen

Bei Alsterradio 106!8 braucht man nur anrufen und wenn man sich  onair lächerlich macht gibt es heute Morgen dazu noch Familientickets für Hagenbecks Dschungelnacht.  Und obwohl der Sender mit einem Trailer darauf verweisen muss, dass Gewinnspiele dieser Art erst ab 12 Jahren sind, spielten Maren und AC mit einem 11 jährigen Jungen.
So schnell wurde ich selten wach, ich dachte ich hätte das falsche Radio an. So dämlich können Moderatoren doch gar nicht sein, dachte ich bisher. Jetzt brauche ich die Adresse der Landesmedienanstalt. Hier mache ich gerne den Wachtmeister.
Zwar überlege ich auch, ob ich nicht übertreibe, aber da ich in dem Alter anfing meine Süchte auszuleben, anfangs nur mit Thomapyrin täglich, habe ich keinen Bock denen das durchgehen zu lassen. Erst dachte ich ein Anruf würde ausreichen. Wie ich es liebe, wenn eine Praktikantin den Ernst nicht kapiert und die Tatsache als unwichtig weg argumentiert. Mit sowas rede ich gar nicht.

DON´T PANIC

Seit gefühlten zwei Jahren brennen in Hamburg nachts Fahrzeuge. Was soll ich mehr bestaunen? Die Dummheit der Schergen oder die erfolgreiche Camouflage der Auto- Pyromanen?

RWE klagt gegen die Stilllegung seiner Altmeiler. Nicht nett, aber warum soll RWE Merkel ihren Despotismus durchgehen lassen?Im Grunde muss RWE sogar aus verschiedenen dagegen klagen.
„Wer Unrecht sieht ist verpflichtet zu handeln.“ Sinngenäß steht das in  der Bill Of Right der USA und es entspricht meinem Verständnis von Miteinander.

St. Pauli…das ist mir echt ein merkwürdiger Verein.  St. Paulianer wollen sich krampfhaft von anderen Fussballfreaks unterscheiden und scheitern permanent an sich selbst. Denn beim berühmten Becherwurf gegen den Schiriassi beim Spiel gegen Schalke sind schon vorher „Gegenstände“ geflogen.
Irgendwie  missfällt  mir diese Opferrolle, die der Verein und seine Fans so gerne dauerhaft besetzen. Spielerisch versagen und gegen andere Gewalt ausüben. Na, so anders ist das aber nicht .

DON´T PANIC