Der Ring

Viel Spaß weiterhin und

DON´T PANIC

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Kommentare
  1. Jutta sagt:

    Zu allererst möchte ich allen Ring-Lesern ein frohes neues Jahr wünschen!
    Dann geht mein Dank an Max! Wenn Du mir diese Plattform hier nicht eingeräumt hättest, könnte ich diese Beiträge gar nicht schreiben. DANKE!
    Und weil der alte Ring I so voll war, betrete ich also jetzt jungfräulichen Boden auf dem neuen Ring – passt ja gut bei dem vielen Neuschnee – und ich hoffe, ich werde dem gerecht.
    Ansonsten bleibt alles wie gehabt.

    Also:

    Neues Thema:

    F R E I H E I T

    Ich wurde in dem Bewusstsein erzogen, dass „meine Freiheit da endet, wo die Freiheit eines anderen beginnt“. Das wollte ich mir immer bildlich vorstellen. Sind das zwei Kreise, die einander berühren? Oder gibt es da gewisse Überlappungen, also Grauzonen? Steht die Freiheit des Einzelnen völlig isoliert von der Freiheit der anderen? Oder gibt es eine Schnittmenge meiner Freiheit und der Freiheit der anderen?

    Was mich unweigerlich zu der Frage bringt: was bedeutet eigentlich FREIHEIT?
    Laut Definition wird Freiheit (lateinisch libertas) in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines handelnden Subjekts.

    Aha! Hat also was mit freiem Willen zu tun! Was mich zur nächsten Frage bringt, was bedeutet eigentlich Willensfreiheit?

    Wenn ich mich diesem Thema ganz allgemein nähere, rede ich hier von der Freiheit in einer Demokratie, in der uns die Freiheit verbrieft ist.
    Ich rede nicht von Gefangenen oder Menschen in Diktaturen. Sondern von uns hier.

    Freiheit bedeutet also, dass wir tun was wir wollen.
    Was bedeutet in diesem Zusammenhang „tun“?
    Und was bedeutet dieses „wollen“?

    Genau diese „wollen“ erweist sich als echter Knackpunkt.
    Dieses Wollen entsteht aus einem Wunsch, ein Bedürfnis ist offensichtlich nicht gestillt, es gibt etwas, wonach wir uns sehnen oder begehren, etwas, das fehlt und wir sind bemüht, unter Abwägung aller Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Aber ist das freier Wille?
    Ich bin durstig und trinke Wasser. Ich bin müde und geb mir intravenös Kaffee. Ich bin genervt und frustriert und knall mir einen. Ist das Freiheit?
    Das würde bedeutet Freiheit braucht einen Grund oder Anlass und stillt ein Bedürfnis.

    Albert Einstein hat das mal so formuliert:
    „Ich weiß ehrlich nicht, was die Leute meinen, wenn sie von der Freiheit des menschlichen Willens sprechen. Ich habe, zum Beispiel das Gefühl, dass ich irgend etwas will, aber was das mit Freiheit zu tun hat, kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich spüre, dass ich meine Pfeife anzünden will und tue das auch, aber wie kann ich das mit der Idee der Freiheit verbinden?!

    Aha!
    Das entspricht ja auch der Anfangsdefinition. Denn, wenn ich Durst habe, muss ich trinken, ich habe ja gar keine Wahl, ja verdursten geht auch noch, aber er wählt das?

    Freiheit hat also mit unseren Wahlmöglichkeiten zu tun. Und diese Wahlmöglichkeiten sind durch Einschränkungen und Grenzen von außen vorgegeben.

    Wir haben als Bürger die Wahl zwischen verschiedenen Parteien und als Verbraucher die Wahl zwischen 29 Joghurts. Ist das Freiheit? Wir wählen als Bürger die Partei, von der wir uns die bestmögliche Handlungsweise versprechen oder erhoffen und als Verbraucher den Joghurt, den wir für den gesündesten halten oder uns leisten können. Das ist doch nicht die Freiheit von der ich hier rede!

    Nee, wirklich nicht! Ich denke, unsere eigentliche Freiheit besteht darin, allen äußeren Hindernissen und unserer inneren Vernunft (Pflichtgefühl) zum Trotz, unseren eigenen Weg einzuschlagen. Am liebsten würde ich sagen „Drauf geschissen“, aber ich bin ja gut erzogen!

    Friedrich Nietzsche hat das besser formuliert:
    „Das Verlangen nach Freiheit des Willens …….. ist nämlich nichts Geringeres, als eben jene causa sui (aus sich selbst heraus) zu sein, und mit einer mehr als Münchhausen´schen Verwegenheit, sich selbst aus dem Sumpf des Nichts an den Haaren in´s Dasein zu ziehen.“

    Das gefällt mir!
    Denn ohne mein eigenes Ich und Selbst ist Freiheit nur eine Illusion.

    Ich habe die Freiheit genossen, hier schreiben zu dürfen (ich hätte ja auch was anderes machen können) 😉

    In diesem Sinne, schönen Restsonntag!

    Eure Jutta

  2. Max sagt:

    Das sind ja wieder echt viele Buchstaben. Ich nähere mich mal langsam: Unsere Freiheit wird durch unser soziales Umfeld und die Gesellschaft bestimmt. Halte ich mich an die Regeln, also die Einschränkungen meiner Freiheit, dann kann ich machen was ich will. Die Demokratie ist hier schon eine angenehme Möglichkeit. Aber ich würde Unserer keinen Freibrief erteilen.
    Sind wir wirklich so frei oder ist das nur eine Schimäre? Sind die Hazda nicht vielleicht viel freier, solange man sie lässt?

  3. Jutta sagt:

    Die wenigsten von uns sind so autark, dass sie frei sein können. Wir anderen sind Teile eines Systems. Deshalb meinte ich ja, das Motto der Freiheit lautet „drauf geschissen“, aber dann mit allen Konsequenzen!
    Die Frage ist, könnten wir überhaupt mit Freiheit umgehen? Mit einem eigen- und selbstverantwortlichem Leben?
    Und die Hazda? Wenn zur Freiheit gehört, dass man die Wahl hat sich zwischen mehreren Möglichkeiten zu entscheiden, dann sind auch sie nicht frei. Sie unterliegen auch eigenen Zwängen.
    Ich denke, die Freiheit kommt nicht von alleine, dafür muss man was tun, nämlich sich ganz bewusst mit seinen eigenen Grenzen auseinandersetzen. Innerhalb dieser Parameter sind wir dann vielleicht zeitweise frei!

  4. Max sagt:

    Also ist auch Freiheit nur ein subjektives Gefühl und bedeutet für jeden was anderes? Ja, kann ich mit leben.
    Nur leider denke ich, dass uns durch hinterhältige Propaganda nur der Eindruck von Freiheit vermittelt werden soll. Und leider klappt das auch perfekt!
    Satisfaction? Die Möglichkeit zu haben alle Bedürfnisse zu befriedigen bedeutet auch nicht unbedingt die ultimative Freiheit: erfüllte Wünsche können endlich sein und dann ist Mensch Gefangener seiner Erinnerungen. Und man kann auch Gefangener seiner Wünsche sein.

  5. Jutta sagt:

    Kann sein, das bringt mich aber wieder auf den freien Willen zurück!
    Mi dem Begriff „Freiheit“ wurde und wird so oft Schindluder getrieben, dass Freiheit heutzutage falsch verstanden und gedeutet wird.
    Bin ich wirklich frei, wenn ich eine bestimmte Zigarettenmarke rauche während ich in einem Cabriolet über staubige Strassen fahre, dabei eine Scheibe äußerst gesundes Brot mit einer bestimmten Halbfettmargarine und „Du-Darfst“- Wurst esse und dabei Slipeinlagen mit Flügeln trage. Angeblich macht das alles frei!

    Das gehört alles zum Thema Assoziation, wir werden mit einem durchweg positiv belegten Begriff ohne Ende manipuliert.

  6. Max sagt:

    Heute morgen 🙂 habe ich mir die Reportage auf ARTE zu meinem Lieblingskonzern angeschaut. MONSANTO! Ich werde hier keine Referat halten, denn das interessiert nicht wirklich jemanden, wie unfrei wir sind in unserer Wahl. Sucht das selbst! (ARTE bietet im Web eine Mediathek)
    Nach dem „Genuß“ dieser Sendung war und bin ich froh, dass ich möglichst wenig feste Nahrung zuführe.
    Wenn EIN Konzern nicht nur 70-80% der Nahrungsmittelproduktion dieses Planeten beherrscht, sondern auch noch tiefgreifend in die Natur eingreifen,…was dann…?
    Da muss ich nicht assoziieren! Mir reichen schon die Fakten.
    Und mal wieder bin ich erfreut, dass ich keinen Nachwuchs habe!

  7. Jutta sagt:

    Diese Reportage habe ich auch gesehen. Es ist traurig, aufrüttelnd und erschütternd! Und diese Machtspiele/Machenschaften gehen doch schon seit 30(?) Jahren.

    Mir ist klar, dass Demokratie und Marktwirtschaft Hand in Hand gehen!
    Aber vielleicht vermittelt uns die Demokratie gerade dadurch eine falsche Freiheit, die wir hätten aber nicht haben!

  8. Max sagt:

    Das geht seit mehr als 30 Jahren, da sind alte Kräfte am Werk! Es ist erschreckend und lässt mich an Demokratie= Freiheit sehr zweifeln.
    OK!
    Bakterien, die Joghurt produzieren entstehen in Hundekot. Das ist eklig, aber wahr!
    Monsanto wird wohl bald auch Hundescheisse patentieren lassen. Und zwar alle Arten der Kacke: rechts-, linksdrehende und flutschende!
    Pupps!

  9. Jutta sagt:

    Im Falle dieser Firma ist ja auch keine Rede mehr von Marktwirtschaft sondern von einer absoluten Monopolstellung! Das ist mit die erfolgreichste Manipulation von Politikern und Aufsichtsgremien, die ich kenne!

    Fehlt da der kollektive Schrei des Entsetzens weil es keiner weiß oder weil es keinen interessiert?

  10. Jutta sagt:

    Aber zurück zur Freiheit!

    Immanuel Kant hat Freiheit so definiert, „von nichts abhängig sein, als von dem, was mein Wille mir gebietet“.

    Arthur Schopenhauer hat gesagt: „Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will“.

    Verwirrend, oder?

  11. Max sagt:

    Das mit dem „Willen“ ist so eine Sache. Bin ich wirklich in der Lage zu behaupten, dass meine hormonellen Entgleisungen was mit meinem Freien Willen zu tun haben. Wahrscheinlich war ich doch einfach nur geil und angesoffen…!
    Aber im Ernst, ich kann mich auch zu einer Sucht entscheiden, was dann?

  12. Jutta sagt:

    In dem Fall hat dann Schopenhauer recht, dass man das eigentlich nicht wollen kann, was man will!
    Und der Freie Wille hat nichts mit der Entscheidung zu tun, ob ich Schnitzel oder Pasta oder doch lieber Tiefkühlpizza esse oder wen ich in welchem Zustand „benutze“.
    Das ist ja der Irrtum, dass das schon für Freiheit gehalten wird! Das ist einfach das Leben!

  13. Max sagt:

    Unser physisches Dasein unterwirft uns nun mal Zwängen. Nicht umsonst heisst es in diesem Volkslied:
    „1. Die Gedanken sind frei
    wer kann sie erraten?
    Sie fliehen vorbei
    wie nächtliche Schatten.
    Kein Mensch kann sie wissen,
    kein Jäger erschießen
    mit Pulver und Blei:
    Die Gedanken sind frei!

    2. Ich denke, was ich will
    und was mich beglücket,
    doch alles in der Still’
    und wie es sich schicket.
    Mein Wunsch und Begehren
    kann niemand verwehren,
    es bleibet dabei:
    Die Gedanken sind frei!

    3. Und sperrt man mich ein
    im finsteren Kerker,
    das alles sind rein
    vergebliche Werke.
    Denn meine Gedanken
    zerreißen die Schranken
    und Mauern entzwei:
    Die Gedanken sind frei!

    4. Drum will ich auf immer
    den Sorgen entsagen
    und will mich auch nimmer
    mit Grillen mehr plagen.
    Man kann ja im Herzen
    stets lachen und scherzen
    und denken dabei:
    Die Gedanken sind frei!

    5. Ich liebe den Wein,
    mein Mädchen vor allen,
    sie tut mir allein
    am besten gefallen.
    Ich bin nicht alleine
    bei meinem Glas Weine,
    mein Mädchen dabei:
    Die Gedanken sind frei!“

  14. carmen sagt:

    Hallo Jutta,
    hallo Max,

    gegen 22:30 werde ich genauer darauf eingehen. Aber seid sicher ich werfe ein:
    KEIN MENSCH IST WIRKLICH FREI
    DER FREIE WILLE HAT AUCH ENGPÄSSE
    wenn Ihr oder zumindest einer von Euch noch dabei ist freue ich mich.

    Gehe jetzt schlafen
    Bis nachher.

  15. carmen sagt:

    jo, aber nur heute und morgen und dann laaaanges we

  16. carmen sagt:

    Ich vergaß die Schnackline, melde mich später damit Ihr nicht gestört seid.

  17. Max sagt:

    Die WAS! Alex Schmidts Spielwiese für komische Männer?

  18. carmen sagt:

    Mal zur Freiheit, ich glaube nicht, daß wir wirklich frei sind.
    Wir haben alle unsere Zwänge. Sei es die privaten oder die gesellschaftlichen. Hätten wir diese nicht wären wir die größten Egoisten.

  19. Max sagt:

    Den Zusammenhang kriege ich nicht hin: Was hat mein Egoismus mit meiner Freiheit, oder Unfreiheit zu tun? Das erläutere mir bitte näher!

  20. carmen sagt:

    Wenn ich all das mache wozu ich Lust habe und die Grenzen der anderen nicht akzeptiere (wo ja eigentlich deren Freiheit auch ist) bin ich ein großer Egoist.
    Ich bin der Meinung Freiheit ist nur ein Wort für etwas was es nicht gibt.

  21. Max sagt:

    Wer macht nur wozu er Lust hat? Wer akzeptiert keine Grenzen? Wer schränkt die Freiheit anderer ein, weil er ein Egoist ist?

  22. carmen sagt:

    Ich sehe wir gehen nicht konform. Macht ja auch nichts. Ich weiß nur nicht wie ich es anders erklären soll.

  23. Jutta sagt:

    Eigentlich wollte ich ja nur noch mal auf einen Aspekt der Freiheit eingehen, der etwas zu kurz gekommen ist, ohne den Freiheit aber gar nicht erst möglich ist! Aber dann habe ich gemerkt, dass ich doch „weiter ausholen“ muss und deshalb:

    Neues Thema:

    M Ü N D I G K E I T

    Ein schönes Wort, wird aber leider kaum noch benutzt.

    „Mündig ist der, der für sich selbst spricht, weil er für sich selbst gedacht hat und nicht bloß nachredet“

    „Mündigkeit ist die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, die wiederum Voraussetzung zur Unabhängigkeit oder auch Emanzipation und Freiheit ist!“

    Früher sagte man auch noch, man sei mit 21 Jahren „vollmündig“, heute sind wir mit 18 „volljährig“. Das bedeutet aber nichts anderes, als dass wir ab diesem Zeitpunkt erwachsen sind und für uns selbst einzustehen und zu sorgen haben.

    So selbstverständlich wie wir heute – innerhalb gewisser Regeln und Grenzen – unserer Freiheit an Gedanken und Handeln „freien Lauf“ lassen können, war das nicht immer!
    Über Jahrhunderte wurde unser eigener Verstand lahm gelegt und uns das Gedankengut anderer „aufoktroyiert“. Irgendwem waren wir immer verantwortlich und mussten gehorchen. Auf jeden Fall der Kirche und dem Glauben, dann irgendwelchen Adligen, die unsere Lehnsherren waren oder anderem hohen Getier des öffentlichen Lebens. Wir haben nichts infrage gestellt, das Denken und den eigenen Verstand abgeschaltet. Es wurde ja für uns gedacht. Und derjenige, der es wagte, Kritik zu üben, wurde bestenfalls verhaftet.

    Wann man erkannt hat, wie wichtig eigenes Denken ist?

    Quer- und Andersdenker gab es immer. Aber in der Masse, der Gesellschaft, wandelte sich das Denken und der Einzug der Vernunft erst im 17. Jahrhundert. Ich denke mal, ausgelöst durch die französische Revolution, bei der die Menschen vor Hunger und Wut getrieben ihre Angst verloren und endlich für sich selbst eintraten.
    Die Renaissance, also die Wiedergeburt oder das Wiedererinnern an die antike Geisteshaltung, vor allem der Humanismus beschäftigte sich mit den Werten und der Würde des einzelnen Menschen. Da wurden regelrechte Lawinen losgetreten, um diese alten verkrusteten Glaubensgrundsätze ins Wanken zu bringen.
    Den Rest haben wir dann dem Zeitalter der Aufklärung zu verdanken. Da stand von diesem alten Regelwerk kein Stein mehr auf dem anderen. Alles wurde hinterfragt. Der einzelne Mensch und somit die ganze Gesellschaft wurden aufgefordert, endlich selbst zu denken und nicht mehr hinzunehmen, dass uns irgendeine Autorität, die aufgrund einer gehobenen Stellung oder Position angeblich mehr Ahnung hat und dadurch besser denken kann.

    Ist das nicht ein gewaltiger Schritt gewesen! Heute w i s s e n wir sogar, dass die da oben keine Ahnung haben und auch schon gar nicht besser denken können! Herrlich! Alles dank der Aufklärung!

    Bei aller Freude gibt es da aber immer noch genügend Mitläufer und Gar-Nicht-Denker unter uns. Die bei aller Aufklärung und bei allem Wissen immer noch lieber den Mund halten und sich ducken statt selbstbestimmt für sich einzutreten! Denn neben der Mündigkeit gibt es auch die Unmündigkeit.

    Immanuel Kant hat das schon 1784 erkannt und es „die selbstverschuldete Unmündigkeit“ genannt. Kaum zu glauben, dass das auch heute noch zutrifft! Was haben wir denn getan, wie haben wir uns denn -nicht- entwickelt in der Zwischenzeit?
    Normalerweise sage ich ja immer, googelt selbst! Aber diesmal schenke ich Euch den Text:

    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern an der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude (lat.: wage es, zu denken)! Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

    Wie gesagt, Immanuel Kant 1784!

    Ich weiß, schon wieder schwere Kost!
    Aber bei all der Jammerei und Meckerei heutzutage musste das mal gesagt werden!

    Jutta

  24. Max sagt:

    Gerne würde ich Dir zustimmen, aber ich denke, dass Gutenbergs Erfindung des ökonomischen Buchdruckes mit beweglichen Lettern der Gesellschaft diesen extremen Anschub gab. Bildung wurde erschwinglich.Zudem wurde die Bibel damit für die Massen lesbar, da Luther sie ins Deutsche übersetzte und die Kirchenreform auslöste.
    Die Unbildung der Massen ist die stärkste Waffe der Herrschenden, diese wurde ihnen genommen.Und trotzdem halten sich einige noch immer für die Hüter eines „höheren Wissens“, das der Welt verborgen bleiben muss.
    Disgusting! Das verstößt gegen meinen Gerechtigkeitssinn und gegen mein Demokratieverständnis.

  25. carmen sagt:

    Hi Jutta, hi Max,

    sind wir nicht alle irgendwie noch unmündig? Und ist es nicht so, daß in Krisenzeiten (jetzt z.B. Haiti) der Verstand aussetzt und damit auch das denken? Warum werden die Menschen sonst auf einmal kriminell oder sogar zu Tieren (naja, wir sind ja auch Primaten)?

  26. Max sagt:

    Unmündig bin ich schon lange nicht mehr, erwachsen? Das ist ein anderes Thema.
    Solange unsere Gesellschaft „funktioniert“ kann sich auch jeder das Passende vormachen, aber in Krisen kommen andere Hirnregionen zum Einsatz.

  27. carmen sagt:

    Hast ja nicht Unrecht mit den Krisenzeiten. Wenn es aber keine „Obrigkreit“ gäbe und wir „eigentlich“ mündig sind. Ist es dann nicht so, daß wir wieder bei dem Thema Freiheit sind? Ich denke also bin ich! Wir nehmen uns dann Freiheiten raus, die wir für in Ordnung halten und beschränken dann die Freiheiten des anderen. Mündig sind wir, das ist klar. Aber können wir auch mit dieser Mündigkeit umgehen. Sind wir uns bewußt was es heißt und was es bedeutet?

  28. Max sagt:

    Der eine mehr, der andere weniger. Ziel allen politischen Handelns sollte es jedoch sein, dass sie immer „mehr“ werden.
    Obrigkeiten…hmmm, kann ich grundsätzlich nicht verurteilen, da ich kein Anarchist bin. Obwohl GuiDU mich drüber nachdenken lässt!

  29. carmen sagt:

    Anarchie brächte uns auch nicht weiter.
    Ist es nicht so, dass wir uns selbst im Wege stehen?
    Wir sind fähig zu denken aber wir können nicht damit umgehen.
    Und das wird auch der Grund sein, dass wir kaum merklich mehr werden. Trotz aller Schulbildung. Oh man, ich glaube ich lehne mich weit aus dem Fenster.

  30. Max sagt:

    Ich habe keine Lösung!
    Aber ich glaube, dass bestimmte Systeme nur funktionieren, solange definierte Grenzen eingehalten werden. Die Einwohnerzahl spielt hier eine besondere Bedeutung.
    OK es gibt naTürlicht mehr beeinflussende Faktoren,ich vertrete jedoch die Theorie, dass Gesellschaftsysteme nicht allgemeingültig sind. Demokratie nach kapitalistischem Vorbild zu exportieren wird nicht funktionieren, weil die Menschen dieses nicht mal wünschen. Sie haben eine andere Vorstellung von Freiheit. Eine andere Vorstellung von Leben!
    Sind wir wirklich fähig zu denken? Müssten wir nicht erstmal fühlen, um zu denken?
    Wir leben in einer dreidimensionalen Welt. Aber erst unser Denken und unsere Fähigkeit sich im Raum zu bewegen macht uns zum Menschen.

  31. Jutta sagt:

    Hallo, Ihr Zwei!
    Wie ich sehe, habt Ihr Freude mit dem Thema!
    Ich verstehe mündig sein so, dass ich die Fähigkeit oder das Vermögen habe, mir eigene Gedanken über was auch immer zu machen und mir dann eine eigene Meinung zu bilden und sie auch zu vertreten.
    Das schließt leider nicht automatisch mit ein, dass diese Gedanken dann auch gut und human sind.
    Ebenso schließt mündig sein nicht aus, dass man ein System, Gesetzesgebung, den Staat mit seiner politischen oder wirtschaftlichen Führung nicht anerkennt. Man lässt sich nur nicht mehr für dumm verkaufen und ein X für ein U vormachen.
    Ich bild mir selber meine Meinung!

  32. Max sagt:

    Dir traue ich ja sogar, aber was ist den ganzen Spinnern, die ihre Infos aus der BILD haben, GuiDu gewählt haben und sich jetzt verstecken und behaupten, von einem Außenminister Westerwelle noch nie etwas gehört zu haben?

  33. carmen sagt:

    Ich habe noch weniger eine Lösung.
    Das denken macht uns zu Menschen, dass ist richtig. Aber wir können es nicht richtig nutzen. Sind wir damit überfordert?

  34. Jutta sagt:

    Das sind ja die Unmündigen, die es auch heute noch gibt!
    Aber ich will noch was zu Deinem 1. Kommentar sagen: Sicher hast Du recht, dass ohne die Erfindung des Buchdrucks und der damit verbunden Verbreitung von Informationen und Meinungen das „Denken“ regelrecht explodiert ist.
    Das Zitat von Kant stammt übrigens aus der „Berlinischen Monatsschrift“, wohl eine Art Zeitung, in der Kant diesen Artikel veröffentlichte.

  35. carmen sagt:

    Und wohin hat uns das denken gebracht?
    Ich denke nur wieder an die Krisenzeiten. Sorry

  36. Jutta sagt:

    Carmen, wir brauchen doch auch keine Lösungen zu suchen und zu erfinden!
    Das können wir doch getrost den Fachleuten der einzelnen Bereiche wie Wissenschaft, Forschung, Technik, Politik, Theologie, Philosophie, Ethik und, wenn alles nicht hinhaut, der Psychotherapie überlassen!
    Wir als mündige Bürger können und sollen nur immer wieder hinterfragen, ob uns nicht gerade der größte Bullshit als das goldene Ei verkauft wird.

    • Max sagt:

      Auch heutzutage existiert Propaganda, gerade in unserer „Demokratie“. Nur ist sie so subtil, dass die Menge es nicht wahrnimmt! Klasse: Ziel erreicht!

  37. carmen sagt:

    Ich will doch keine Lösung finden. Ich habe sie schon längst.
    Und ich bin mit Sicherheit nicht die einzige, denn ich habe sie ja von den Wissenschaftlern (also gelesen).
    Uns wird nur schon seit Bibelzeiten alles als goldenes Ei verkauft. Haben wir uns etwa nicht verändert, dass es immer noch so ist?

    • Max sagt:

      Die Menschen haben sich kaum verändert. Mich nervt es aber schon, wenn Jesi Geburt als Zeitgrenze heran gezogen wird.Denn die Menschheit ist beweisbar älter.
      Du hast eine Lösung? Die will ich lesen!

  38. Jutta sagt:

    Das beste Beispiel für mündige Menschen – bei uns hier – ist doch das Desaster mit der Schweinegrippeimpfung! Die Leute haben sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern haben selbst entschieden!
    Und wer das mit den hinterfragenden Gedanken noch wesentlich besser kann, als wir, der geht über den Weg der Satire an die Öffentlichkeit, um zumindest Anreize zu eigenem Denken zu geben!

  39. Max sagt:

    Schweinegrippeimpfung..hmm…es gibt Beispiele, die hinken und manche haben gar keine Füße. So wie dieses: es ist doch nur Glück, daß dieses Virus sich als relativ harmlos herausstellt.
    Die Natur ist allerdings meist im Vorteil: ich bin gespannt, wie die nächsten Erreger benannt werden: westerwelle, merkel, guido, frank- walther, lothar, oskar oder gregor

  40. Jutta sagt:

    Das Denken, und die Zahl derer, die es auch tun hat sich verändert. Wie Ihr vorhin schon sagtet, es werden immer mehr!
    Aber Du hast schon in gewisser Weise recht!
    Wenn ich bedenke, wie unsere Urahnen um und für ihre Mündigkeit gekämpft haben, für freie Gedanken und Meinungen, Selbstbestimmung, Berufswahl, gerade Frauen haben für ihr selbstgewähltes Leben gekämpft – im Bewußtsein aller Konsequenzen.
    Und da gibt es dann welche, die 200-250 Jahre später den Arsch nicht von der Couch kriegen und ausser Stammtischparolen nichts auf der Pfanne haben! Schon erstaunlich und traurig zugleich!

    • Max sagt:

      Ja, aber jetzt gibt es diese Superschlampen, diese von der Leyen ist doch das übelste Beispiel: eine Brutmaschine, die in einem Patriarchat perfekt funktioniert!

  41. carmen sagt:

    Ja, das Desaster mit der Schweinegrippe war richtig gut.

  42. Max sagt:

    Ein Mann der sowas vögelt schneidet sich in seiner Freizeit den Schwanz ab, falls er klug ist!

  43. carmen sagt:

    Jutta, das beste Beispiel sind die Frauen. Was haben die vielen Frauen vor uns für Gleichheit und Gerechtigkeit gekämpft. Und was machen viele Frauen heute? Sie schmeißen mit dem Arsch um was die anderen für uns erkämpft haben!

  44. Max sagt:

    Wenn Weibsvolk mich mit dem Arsch wegschubst, suche ich mir eine Schlampe!

  45. carmen sagt:

    Max, der war gut

  46. Jutta sagt:

    Carmen, es gibt genügend wirkliche Ausnahmefrauen, aber es ist auch nach so langer Zeit noch nicht die Norm!
    Ich rede jetzt nicht von Familie und Beruf unter einen Hut bringen und sowas. Das ist wieder ein anderes Thema!
    Sondern von der Einstellung Bildung zu verweigern und Möglichkeiten und Chancen von vornherein auszuschlagen!
    Seit wieviel tausend Jahren wissen wir, dass Bildung der Schlüssel zur Weiterentwicklung ist? Wieso stehen wir denn dann da, wo wir heute stehen? Und wieso wird gerade die Bildung immer mehr vernachlässigt? Das müsste doch oberste Priorität haben in einer solch zivilisierten Welt!

  47. Max sagt:

    Wer ist das perfekte Schaf?

  48. carmen sagt:

    @Max: das schwarze
    Jutta, natürlich ist Bildung das A und O! Nur behaupte ich jetzt einfach mal das zivilisiert nichts anderes bedeutet als angepaßtsein. Also nach Regeln die aufgestellt wurden.

  49. Max sagt:

    Nein, das ging anders: das perfekte Schaf ist jenes, dass sich perfekt in der Menge versteckt. Ich hoffe niemals ein Schaf dieser Art zu sein.
    Schwarz,…das ist so ein relativer Begriff. Ich war das weiße Schaf der Familie als ich funktionierte, das schwarze Schaf als ich da keinen Bock mehr drauf hatte und nun wissen meine Eltern gar nicht, wo sie mich hinpacken sollen.

  50. carmen sagt:

    Nach dem Motto Schublade auf und rein mit Dir, Schublade zu und weg bist Du..

  51. Max sagt:

    An alle, die keinen eigenen Blog haben, aber trotzdem einen Artikel posten möchten. ‚Der Ring‘ ist nicht für Jutta geschaffen worden, sondern für jeden. Sie wollte ihn nur einweihen. Wer also möchte sollte einfach Gas geben. Rüchsichtnahme ist hier nicht angebracht!
    Denn „The Show must go on!“

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